JuGo am 19.09.2015 (Schools in Gottesdienst)

Das Gleichnis vom Sämann

4Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus den Städten zu ihm eilten, redete er in einem Gleichnis:

5Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf.

6Und einiges fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.

7Und einiges fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten es.

8Und einiges fiel auf gutes Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Vom Sinn der Gleichnisse

9Es fragten ihn aber seine Jünger, was dies Gleichnis bedeute.

10Er aber sprach: Euch ist's gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen, den andern aber in Gleichnissen, damit sie es nicht sehen, auch wenn sie es sehen, und nicht verstehen, auch wenn sie es hören.

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann

11Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes.

12Die aber auf dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden.

13Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab.

14Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht.

15Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.

 

Zur Predigt:

Pfarrer:            Einige von den Samen fielen auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen sie auf.

Mädchen:          Tagebucheintrag           16.09.2015

„Heute ist etwas komisches passiert. Ich saß wie immer neben meiner besten Freundin Anna.

Doch dann kam auf einmal ein neuer Typ ins unsere Klasse.
Ich fand ihn total hübsch und er wirkte auch mega symphatisch. Als ich zu Anna hinüber sah, um zu sehen, wie sie auf den Jungen reagiert, starrte sie ihn so übelst an. Irgendetwas an ihrem Blick gefiel mir nicht. Und als sich unsere Blicke trafen, wusste ich, dass nichts mehr so sein würde wie es einmal war.“

 

Pfarrer:            Einige fielen auf den Fels; und als sie aufgingen, verdorrte sie, weil sie keine Feuchtigkeit hatten.

Mädchen:          Tagebucheintrag           17.09.2015

„Liebes Tagebuch,
hatte ich dir eigentlich erzählt, was vor 2 Wochen passiert ist? Ich war auf einer Party und traf dort einen süßen Jungen. Als ich von hinten angerempelt wurde, kippte ihm aus versehen meine Cola über die Hose. Ich entschuldigte mich und wir kamen sofort ins Gespräch und hatten auch schnell unsere Nummern ausgetauscht. Ich hatte das Gefühl, dass dieser Moment etwas Magisches hatte, wie Liebe auf den ersten Blick. Doch er hat mir bis jetzt noch nicht geschrieben und ich selbst traue mich nicht. Nachher denkt er noch, ich wäre eine Klette.“

                       

Pfarrer:            Einige der Samen fielen mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten sie.

Mädchen:          Tagebucheintrag           18.09.205

                        „Annika hat mich heute zu Ihrer neuen Clique mitgenommen. Ich habe mich noch nie so unwohl gefühlt. Ich hatte mich schon die ganze Zeit gewundert, warum sie sich in letzter Zeit so verändert hat. Sie ist so oberflächlich geworden und spricht nur noch von der neusten Mode und allem was angeblich angesagt ist. Ich bin total verzweifelt, ich komme gar nicht mehr an sie ran. Unsere tollen offenen Gespräche von früher vermisse ich am Meisten, es ist als ob die neue Clique sie erdrückt und ihr Ihre Persönlichkeit wegnimmt. Ich glaube, ich verliere Sie…“

 S T I L L E

Aus dem Off:    Stopp da fehlt doch noch was! Manche fielen doch auch auf guten Boden, was ist mit denen?

Pfarrer:            Ihr haltet Sie in euren Händen!

 

Fürbitten:      

  1. Lass mich erkennen, wenn ich oberflächlich mich für Dinge begeistere, wenn ich leichtsinnig auf jeden Zug aufspringe, wenn ich jedem Trend / Mode hinterherlaufe. Wir bitten für guten und fruchtbaren Boden in dem es Vorurteile gedeihen, aus dem keine Diskriminierung und kein Fremdenhass erwachsen kann.
  1. Lass mich erkennen, wo Dornen mich nieder drücken.                             

      Dornen wie:

    1. Die Angst: Das schaffe ich nie
    2. Wie soll das gehen, das geht doch nicht
    3. Kommt überhaupt nicht in Frage, dass haben wir noch nie gemacht.

Wir bitten Dich um Fruchtbaren, guten Boden in dem Wünsche und Vorhaben jedes Einzelnen von uns verwurzeln, heranreifen und reiche Frucht tragen können.

 

  1. Lass mich erkennen wo ich mich auf unfruchtbaren Wegen befinde.

-       Wo ich mich zuschütten lasse von Nebensächlichkeiten

-       Wo ich mich vom Fernsehen zumüllen lasse

-       Wo ich kein Platz lasse für Offenheit, Toleranz und Nächstenliebe

Wir bitten für guten und fruchtbaren Boden, in dem Freundschaft, Vertrauen und Liebe tiefe Wurzeln schlagen können.

 

4. Wir bitten für guten und fruchtbaren Boden, der stark ist und Halt gibt. Insbesondere allen Menschen, die unter schlimmsten Bedingungen auf der Flucht bei uns ankommen und in diesem Boden ohne Angst ihre Wurzeln schlagen können.

 

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53783 Eitorf

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